Die Nachrichten vom Berliner CSD lassen uns nicht los.
Ein Mensch wurde getötet. Viele weitere wurden verletzt. Ein Tag, an dem Menschen sichtbar sein, frei feiern und ohne Angst zeigen wollten, wie sie leben, endete in Gewalt, Schmerz und Trauer.
Es ist schwer auszuhalten, dass die bloße Tatsache, dass Menschen anders leben, anders lieben oder anders sind, bei anderen so viel Ablehnung auslösen kann, dass daraus Gewalt wird. Dass ein Mensch lieber das Leben eines anderen beendet, als dessen Anderssein stehen zu lassen.
Wir trauern um den Menschen, der getötet wurde. Wir denken an die Verletzten und an alle, für die dieser Angriff nicht nur ein einzelnes Ereignis ist, sondern eine weitere Erinnerung daran, dass ihre Sicherheit noch immer nicht selbstverständlich ist.
Eine Gesellschaft zeigt sich auch darin, ob Menschen sich verstecken müssen, um geschützt zu sein – oder ob wir gemeinsam dafür sorgen, dass sie sichtbar, frei und in Würde leben können.
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